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- Für Sie waren wir sehr fleißig -
Zu
weiteren (fast allen) Schmerzthemen gelangen Sie hier:
www.schmerz.com/schmerzthemen (einfach nur anklicken)
Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben
seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen
Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation
und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst
aussuchen.
Quelle:
Web-Seite der
Bundesregierung und
Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der
Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzl. Krankenkassen.
Dieses
Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten
bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR
2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen
Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet,
die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu
berücksichtigen (eine
Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst
zu)).
Der
Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm
bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse
wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten.
Sozialgerichte stärken die
Rechte von Schmerzpatienten gegenüber Rentenversicherungen:
Danach hat ein Schmerzpatient
ein Recht darauf , in einer
schmerztherapeutischen Klinik
behandelt zu werden.
Hier
gelangen Sie zum 1. Urteil (Sozialgericht Kassel). Pressemitteilung dazu:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik. Mittlerweile gibt es diesbezüglich
zwei weitere Urteile, so vom
Landessozialgericht Hamburg:
http://www.schmerz.com/schmerzen/sozialgericht2
oder auch
https://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070710027&phrase=Schmerzklinik
und vom Sozialgericht Köln erging die einstweilige Verfügung in nur
23 (!!) Tagen:
http://www.schmerz.com/schmerzen/sozialgericht3.
Die Methoden der modernen
Schmerztherapie
bieten auch optimale Voraussetzungen für eine
Anschlußheilbehandlung
(AHB)
bzw.
Anschlußrehabilitation,
weil damit die betroffenen Patienten oftmals überhaupt erst in einen
rehabilitationsfähigen Zustand gebracht werden können. Mehr darüber
erfahren Sie hier:
http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk
(einfach
anklicken).
Die wichtigsten Schmerzthemen zusammengefaßt:
Arthritis
Arthrose
Armschmerzen
atypischer Gesichtsschmerz
Bandscheibenvorfall
Beinschmerz
Borreliose
Brustwirbelsäulensyndrom
Burning-feet-Syndrom
Cluster-Kopfschmerz
Komplexes regionales
Schmerzsyndrom
Durchblutungsstörung Dorsalgie
Fibromyalgie
Fibromyalgiesyndrom
Gelenkschmerzen
Gesichtsschmerz
Gliederschmerzen
Gürtelrose
Halswirbelsäulensyndrom
Herpes zoster
Hörsturz
Hüftschmerz
Ischias
Kausalgie
Kopfschmerz
Kreuzschmerz
Leistenschmerz
Lendenwirbelsäulensyndrom
Lumbalgie
Lumboischialgie
Migräne
Morbus Sudeck
Muskelschmerz
Nervenschmerzen
Neuralgie Osteomyelitis
Schleudertrauma Polyneuropathie
Postzosterische Neuralgie
Restles legs-Syndrom
Rückenschmerz
Schlaganfall (Hemialgesie)
Schulterschmerz
Spannungskopfschmerz
Spinalkanalstenose
Steißbeinschmerzen
Kokzygodynie
Sudeck Dystrophie
Thalamusschmerz
Tinnitus
Zephalgie
Cephalgie
Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:
Schmerzklinik (1)
Schmerzklinik (2)
Schmerzklinik (3)Schmerzklinik
(4) Schmerzklinik (5)
Schmerzklinik (6)
Impressum
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Erfahrung schon seit 1987
Für
Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Die Klinik ist auch beihilfefähig.
ARMSCHMERZEN
Die
weiter unten beschriebenen, invasiven
(= in den Körper eindringenden)
Therapiemethoden der
speziellen
Schmerztherapie setzen
eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in wenigen
therapeutischen Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die
kontinuierlichen Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in
ganz wenigen
Schmerzzentren
(Schmerzkliniken)
durchführbar, so z.B. in Bad Mergen
theim.
Es ist üblich, für den
Arm den lateinischen Ausdruck Brachium zu
gebrauchen und das Wort
brachialis wird mit "zum
Arm gehörend" übersetzt. Entsprechend werden
Armschmerzen vom Mediziner auch als
Brachialgie bezeichnet.
Genau genommen, stimmt das aber nicht so ganz, denn der Begriff Brachium
steht eigentlich nur für den
Oberarm.
Die
Arme besteht aus
den Anteilen:
-
Obe rarm (Brachium)
-
Ellenbogen (Cubitus)
-
Unterarm
(Antebrachium) und
-
Hand (Manus)
Eine Reihe von Krankheiten können zu
Armschmerzen führen. Am häufigsten kommen aber
vertebrageninduzierte (= von der
Halswir
belsäule ausgehende)
Armschmerzen
vor. Sie treten im Rahmen eines unteren
Zervikal-Syndrom
s auf (auch als
Zervikobrachialgie,
Schulter-Arm-Syndrom oder
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom bezeichnet). Da
die Wurzeln C6-8 und Th1 betroffen sind, können Beschwerden bis in den
Klein
finger ausstrahlen. Richtungsweisende
Schmerzen im
Nackencken - oder
Schulterbereich müssen nicht zwingend vorhanden sein. Streng genommen geht ein
Zervikobrachialsyndrom mit
einer
radikulären Symptomatik (= Krankheitszeichen infolge einer
Nervenschädigung)
einher (Debrunner 1988). Die
pseudoradikuläre
Ausstrahlung (= Schmerzausstrahlung infolge
scheinbarer
Nervenschädigungen) in die
Arme fällt
noch unter den Begriff "Zervikal-Syndrom". Vertebragen induzierte,
chronische
Armsch
merzen
sprechen am besten auf die kontinuierliche, retrograd hohe
Blockade des
Pl
exus
brachialis mit Katheter an (siehe unten).
Weitere (seltenere) Ursachen:
-
Epicondylitis radialis humeri.
Bei
dieser relativ häufigen Erkrankung klagen die Patienten über Schmerzen im
Bereich des Epicondylus radial
is
humer
i (= über dem
Ellenbogen
außen),
die sich bei Faustschluß und kräftiger Dorsalextension
(= Beugung in Richtung
Hand
rücken) im
Handgelenk
verstärken. Nicht selten strahlen die Schmerzen in
Unterarm
und/oder
Oberarm
aus, so daß dann der ganze
A
rm schmerzt. Regelmäßig besteht ein
deutlicher Druckschmerz im Bereich des
ellbogen
nahen
äußeren Unterarmes. Die
Ursache des chronischen Entzündungszustandes im Bereich der
Sehnen
ansätze
am Epicondylus
lateral
is humer
i ist nicht geklärt; vieles spricht für eine
mechanische Auslösung
(Tennisarm,
Tennisellenbogen).
Therapeutisch kann ein Versuch mit Infiltrationen mit einem örtlichen
Betäubungsmittel, auch mit Kortikoidzusatz, unternommen werden. Dabei muß
allerdings ein Kontakt der Kanülenspitze mit der
Knochenhaut
unbedingt vermieden
werden, da damit häufig heftigste, anhaltende Schmerzreaktionen ausgelöst werden
können. Nicht selten hilft nur eine längerfristige
kontinuierliche
Pl
exus brachial
is-Blockade
mit Katheter (siehe unten). Auch eine Behandlung mit
Röntgenstrahlen kann schmerzlindernd sein (Thomalske 1991). Manchmal ist
auch eine deutliche Besserung durch die Iontophorese
(= Einbringung eines Arzneimittels durch die Haut
mit Hilfe von Gleichstrom) (z.B. mit
Diclofenac) zu erzielen. Die Behandlungsmaßnahmen eignen sich in gleicher Weise
für die seltenere
Epikondylitis ulnaris humeri (Golferarm
oder
Golferellenbogen)
(=
Ellenbogenschmerzen an der Innenseite).
-
Bei der sog.
Brachialgia paraesthetica
nocturna bestehen schmerzhafte Mißempfindungen, besonders während der Nachtruhe,
wahrscheinlich hervorgerufen durch vegetativ-vasomotorische
(= Gefäße und
Muskel
betreffende) Dysregulation, meist
als Folge einer Fehllagerung („Parkbanksyndrom"). Je nach Ausmaß oder Häufigkeit der
Irritation oder Störung können sich durchaus längerfristige, chronische
Armsch
merzen
einstellen. Therapiemöglichkeiten siehe unten.
-
Die
Neuritis
des Pl
exus brachial
is (neuralgische
Schulteramyotrophie)
(= En
tzündung des Armnervengeflechts)
soll allergisch entzündlicher Ursache sein (Thoden 1987). Die
Armsch
merzen
setzen plötzlich ein und imponieren als akute
Zervikobrachialgie
(=
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom).
Nach mehreren Tagen treten Lähmungen von
Schulter- und
Arm
muskeln auf,
Sensibilitätsstörungen (=
Gefühlsstörungen) kommen höchstens in
20-30 % vor. Die Prognose (=
Vorhersage, der Verlauf) ist günstig,
die motorischen Ausfälle (= Lähmungen)
bilden sich von selbst langsam (über Monate) zurück. Zur Therapie werden
Antiphlogistika (z.B. Phenylbutazon, Salicylate)
(= entzündungshemmende Mittel)
bzw. nichtsteroidale
Antirheumatika ((z.B. Diclofenac, Indometazin)
eingesetzt (besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog.
COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib
oder Etoricoxib,
allerdings scheint bei dieser Wirkstoffgruppe das Herzinfarkt- und
Schlaganfallrisiko erhöht zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer)),
oder interskalenäre
Plexusblockaden
(=
Betäubungen des Armnervengeflechts im seitlichen Halsbereich)
durchgeführt. Im akuten Stadium ist das Mittel der Wahl Cortison
(z.B. 60 mg Prednisolon/Tag, dann über 2 Wochen rasch absteigend dosieren).
-
Die echte (idiopathische)
Plexusneuralgie
(=
schmerzhaftes Armnervengeflecht)
mit attackenförmigem Schmerzcharakter
ist ein sehr seltenes Krankheitsbild. Die Therapie erfolgt primär medikamentös.
Das Mittel der Wahl sind
Antiepileptika (=
Mittel gegen die Fallsucht, aber auch gegen diese Sch merzen wirksam).
Als erste Wahl gelten heute Gabapentin oder Pregabalin,
als 2. Wahl Carbamazepin.
Bei
Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen in höherer Dosierung können diese Mittel
mit Baclofen
(= ein im Gehirn / Rückenmark wirkendes Mittel
zur Muskelentspannung) kombiniert
werden.
-
Schulter-Hand-Syndrom.
Nicht selten
gehen (chronische)
Armsch
merzen von einzelnen
Gelenken in der
Schulter
-
Arm-Region aus und
strahlen dann in den gesamten Bereich aus, so daß es schwierig werden kann, den
primären Schmerzherd überhaupt zu finden (Debrunner 1988). Typischerweise bestehen
Ruheschmerzen mit Schmerzverstärkung bei Belastung. Manchmal treten
vegetative Begleitsymptome wie Kälte, Zyanose
(= bläuliche Verfärbung)
oder Schwitzen auf, so daß die Unterscheidung von einem
Morbus
Sudeck (auch als
Sudeck Krankheit,
Sudecksche Dystrophie,
CRPS TYP I,
komplexes regionales
Schmerzsyndrom Typ I oder
Algodystrophie
bezeichnet) (= eine spezielle schmerzhafte
Organstörung, auch als
komplexes regionales
Schmerzsyndrom bezeichnet) schwer fällt,
besonders wenn Gewebsatrophien (=
Gewebeschwund)
vorhanden sind. Therapeutisch ist in der akuten Phase die Gabe von
nichtsteroidalen Antirheumatika (z.B. Naproxen) hilfreich. Vor allem beim
Vorliegen von vegetativen Begleiterscheinungen (z.B. Kälte, bläuliche
Verfärbung, Schweißbildung) hat sich im Rahmen der
therapeutischen
Lokalanästhesie (=
Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika)
die wiederholte
Plexusblockade
(= Betäubungen des Armnervengeflechts)
sehr bewährt. Zur Förderung der Durchblutung ist auch eine oberflächliche
Kältebehandlung mittels Kaltluftgenerator empfehlenswert. Physiotherapeutische
Methoden (= Krankengymnastik und
Anwendungen) runden das
Behandlungskonzept bei
diesen Armsch
merzen ab.
-
Engpaßsyndrome:
Das
Skalenussyndrom, ein sog.
Kompressionssyndrom, entsteht
durch Kompression der Nervenstränge aus den Wurzeln C8-Th1 im Bereich der Skalenuslücke
(= Lücke zwischen
zwei Mus
keln
im seitlichen Halsbereich)
, hauptsächlich durch eine Halsrippe,
aber auch durch Bindegewebsstränge oder höhergradige
Muskel
verspannungen. Die
Beschwerden treten deutlich belastungsabhängig auf, insbesondere bei
Zugbelastung (Tragen von Koffern, Taschen usw.). Die dominierenden
Schmerzlokalisationen sind ellenseitiger
Unterarm und
Hand. Im fortgeschrittenen
Stadium mit
Nervenläsionen
(=
Nervenstörungen,
Nervenschädigungen)
treten Lähmungen der kleinen
Hand
muskeln
auf. Durch zusätzliche Verengung der A. subclavia
(= Schlagader unter dem
Schlüsselbein) in der Skalenuslücke
können Mikroembolien (= kleinste
Blutgerinnsel) entstehen, die feine
Finger
gefäße verschließen und eine vaskuläre Symptomatik
(= Krankheitszeichen bei Blutgefäßschädigung)
hervorrufen (Ostheim 1976). Zur Therapie empfiehlt sich bei stark
verspannter Skalenusmuskulatur die wiederholte Infiltration mit einem
lang wirkenden örtlichen
Betäubungsmittel, die Vermeidung von schmerzauslösenden
oder verstärkenden Belastungen, in hartnäckigen Fällen, insbesondere bei
Auftreten eines neurologischen Defizits
(= gestörte Nervenfunktion), eine
Operation. Der
Pl
exus brachialis (= das
Armnervengeflecht) kann auch zwischen
Schlüsselbein und 1. Rippe komprimiert
(= eingedrückt)
werden. Besonders bei Rückführung der
Schulter
unter Zug, wie beim Tragen eines
Rucksackes, treten ausstrahlende
Schmerzen auf. Die
Therapie dieser
Armsch
merzen
besteht in
der Vermeidung von typischen Belastungen. Nur in seltenen Fällen wird man sich
zur operativen Entfernung der 1. Rippe entschließen. Der Vollständigkeit halber
sei noch das sog.
Hyperabduktionssyndrom erwähnt. Die
Armsch
merzen
treten bei Tätigkeiten auf, die über Scheitelhöhe ausgeübt werden (z.B. Arbeiten
an der Zimmerdecke). Die Ursache ist eine
Nervenkompression
des Armplexus zwischen
Korakoid (= „Rabenschnabelfortsatz" am
oberen Schulterblattrand) und M.
pectoralis minor (= kleiner
Brustmuskel), nahe dem Ansatz.
Therapeutisch können Infiltrationen mit einem örtlichen Betäubungsmittel
unternommen werden.
-
Relativ häufig treten starke
Armsch
merzen nach
radikaler
Mastektomie
((= operative Entfernung der
weiblichen
Brus
t (Mammaamputation) mit Ausräumung der Achselhöhle)) auf,
bedingt durch Plexus- bzw.
Nervenkompressionen infolge einer Lymphabflußstörung. Der
Arm ist
dabei unübersehbar stark ödematös aufgequollen. Bei
Lymphstau bzw. zur Förderung des Lymphabflusses
wird der
A
rm mittels einer
Hand
schlinge an einem Gestell (Bettgalgen,
Infusionsständer) mehrere Tage permanent über die Horizontale angehoben. Zur
Unterstützung der abschwellenden Maßnahmen dient die Gabe eines milden
Diuretikums (= harntreibendes Mittel)
sowie regelmäßige manuelle Lymphdrainage. Zusätzlich können interskalenäre
Blockaden
(= Betäubungen
im seitlichen, unteren Halsbereich)
des Pl
exus brachial
is durchgeführt werden. Nach Teilabschwellung
gelingt dann häufig auch die Implantation eines
axillären
Plexuskatheters, der
für weitere 10-14 Tage regelmäßig mehrmals täglich mit 10-15 ml Bupivacain
bedient wird (siehe unten). Mit den genannten Therapiemaßnahmen kann in fast
allen Fällen eine zufriedenstellende Schmerzsituation herbeigeführt werden.
-
Chronische
Armsch
merzen
nach Bestrahlung
(Plexusneuritis).
HeftigePlexusschmerzen mit neurologischen Defiziten
(= Zeichen einer
Nervenstörung,
Nervenschädigung) können auch Folge einer
Röntgenbestrahlung der supraklavikulären (= oberhalb des Schlüsselbeins)
oder Achselhöhlenregion bei
Brust
krebs
sein. In der Regel ist das subkutane
Gewebe derb fibrosiert (Strahlenfibrose)
(= Verhärtung des Hautuntergewebes).
Hinzu kann eine Lymphschwellung des
Arme
s treten. Bei fehlender oder gering
ausgeprägter Fibrosierung muß eine
Plexuskarzinomatose
(= Durchsetzung des Armnervengeflechts mit
Tochtergeschwülsten) in Betracht
gezogen werden. Die Behandlung ist sehr schwierig. Bei strahlenbedingten
krankhaften Hautveränderungen ist das Entzündungsrisiko bei Durchführung von
Nervenblockaden stark erhöht. Peripher wirkende
Analgetika
(= Schmerzmittel die überwiegend nur im Schmerzbereich wirken)
sind meist ungenügend wirksam. Nach Thoden (1987) bleiben nur die
epidurale (= rückenmarknahe)
elektrische Rückenmarksreizung oder die hochzervikale Chordotomie (= operative Durchtrennung der Schmerzbahn im
oberen Rückenmark).
-
Zu erwähnen wäre noch das
Karpaltunnelsyndrom,
das manchmal auch in den ganzen
A
rm einstrahlen kann.
Medikamentöse
Schmerzbehandlung:
Akut
(= plötzlich einsetzend, heftig) und
subakut (= eher schleichend verlaufend) können
zunächst (vorwiegend) peripher wirkende
Analgetika
(= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale
Antirheumatika
(=
Rheuma
mittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und
magen
schonende wie z.B.
Meloxicam. Besonders magenschonend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B.
Parecoxib oder Etoricoxib,
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon
andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren
schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch
Muskel
relaxanzien
(= Mittel zur Entspannung von
Muskeln) (z.B.
Orphenadrin, Tolperison) verordnet werden.
Manchmal sind aber die
Schmerz
zustände nur mit zentral wirkenden
Analgetika ((z.B. Tramadol,
Tilidin, Oxycodon (Tilidin
oder Oxycodon auch kombiniert mit Naloxon) oder Morphin)) (= im
Gehirn bzw.
Rücken mark wirkende
Schmerzmittel)
beherrschbar.
Die Kombination mit schmerzdistanzierenden
Antidepressiva (= Mittel gegen Depression, aber
auch bei diesen Sch
merzen hilfreich) (z.B.
Doxepin, Maprotilin)
oder auch
Neuroleptika hilft in vielen
Fällen
Schmerzmittel
einzusparen.
Bei einer entzündlichen Schmerzursache sind wiederholte, lokale
Cortison-Injektionen hilfreich.
Gegen
eher
neuralgiforme (= anfallsartige)
Armsch merzen wirken am besten sog.
Antiepileptika (= eigentlich Mittel gegen die
Fallsucht, aber auch bei Armschmerzen hilfreich).
Als erste Wahl gelten heute Gabapentin oder Pregabalin,
als 2. Wahl Carbamazepin. Die
Kombination mit Baclofen (= ein im
Rücken
mark / Gehirn wirkendes
Mittel zur Muskelentspannung) hilft Gabapentin
bzw. Pregabalin oder Carbamazepin
einzusparen.
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel)
bei Armschmerzen :
Die besten Therapieergebnisse bei
hartnäckigen
Armschmerzen (chronische), die auf herkömmliche Therapiemaßnahmen kaum
ansprechen, werden mit der Therapeutischen Lokalanästhesie in Form der
kontinuierliche Blockade des Plexus brachialis* erzielt, bei Beteiligung von
Schul ter
und Halswir belsäule in der sog. retrograd hohen Variante. Dabei
wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) nahe der Achselhöhle in die
Ner venscheide des Armnervengeflechts eingepflanzt und innerhalb derselben noch
weiter nach oben vorgeschoben. Die Einpflanzung erfolgt durch eine
handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten" werden. In
der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der
vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos
nachgespritzt. Während dem Einspritzen und noch kurze Zeit danach wird der Oberar m mit einer Manschette abgestaut, so daß die Betäubungsmittellösung
innerhalb der Ner venscheide nach oben getrieben wird und so auch im
Schulterbereich und bei entsprechender Betäubungsmittelmenge sogar an der
Halswirbelsäule schmerzlindernd wirken kann.
Zur Schmerzbehandlung kann auch die kontinuierliche, interskalenäre
(= zwischen Mus keln
im seitlichen, unteren Halsbereich) Blockade des Pl exus brachialis durchgeführt werden, allerdings ist diese Methode mit einem
etwas größeren Risiko behaftet.
Das örtliche Betäubungsmittel wird
bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei
gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend
krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben.
Dass die
schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus
anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch
die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche
Durchblutungssteigerung resultiert, die
entzündlichen oder degenerativen
(= abnutzungsbedingten)
Prozessen nachhaltig entgegenwirkt.
Physikalische Therapie :
Auch eine Elektrostimulation kann bei
Armschmerzen (chronische) eine Beschwerdelinderung herbeiführen. Die transkutane
Nervenstimulation mit Niederfrequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil,
daß sich die Patienten bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden
paarig über dem Schmerzbereich aufgeklebt. Durch Veränderung der
Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße kann die Wirkung optimiert werden.
Wir verordnen TENS grundsätzlich nur leihweise für 6 Monate, da erfahrungsgemäß
die Wirkung nach längerer Anwendung nachläßt.
Eine weitere physikalische
Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche Kältetherapie im
Schmerz
bereich. Wir verwenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen
Luftstrom auf ca.-10 bis-15 Grad C abgekühlt ist.
Manche Patienten mit
Armschmerzen empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen (Rotlicht)
als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls Armschmerzen lindern.
Wichtig ist bei
Arm
schmerz
en eine funktionserhaltende heilgymnastische
Therapie.
Andere Therapiemaßnahmen:
Der
Vollständigkeit halber darf die Akupunktur zur Behandlung chronischer
Armschmerzen nicht unerwähnt bleiben.
Hypnoide (= bewußtseinsverändernde)
Verfahren wie autogenes Training oder
progressive Relaxation nach Jakobson, ebenso ein
Schmerzbewältigungstraining
sind bei
chronischen Schmerzen im
Rahmen einer
psychologischen
Mitbetreuung eine sinnvolle Ergänzung der
Gesamtstrategie.
* Bei der sog.
kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch
vorübergehend (z.B. 10-14 Tagelang) dicht
an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner ven eingepflanzt. Die Einpflanzung
erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht
"aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter
mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das
Lokalanästhetikum
(=
örtliche Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten
Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den
Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Dass die
schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus
anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung
auch die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, woraus, wie oben schon
ausgeführt, eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert
(Sympathikolyse). Dies ist
der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die auf eine verminderte
Blutversorgung, auf entzündliche oder auch degenerative Prozesse
zurückzuführen sind, hilfreich ist.
Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche, intensive, längerfristige
Blockadebehandlung auch das sog.
Schmerz
gedächtnis zu löschen.

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Ulcus cruris
(1),
Ulcus cruris (www.ulcus-cruris.org)
(2),
Ulkus cruris (www.ulcus-cruris.com),
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unruhige Beine (www.beine-unruhige.de),
Unkovertebralarthrose (www.unkovertebralarthrose.de),
Unterleibschmerz,
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Urämische Polyneuropathie,
Ulzera cruris,
V
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Vasomotorischer Kopfschmerz,
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Wadenkrampf (www.wadenkrampf.org),
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Weißfingerkrankheit,
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